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Verfahren zur Trennung von Kunststoff-Glas-Verbunden

Diese Erfindung bezieht sich auf eine Trennung von Glas-Kunststoff-Verbunden.

Es existieren gegenwärtig mehrere Methoden zur Trennung von Glas-Kunststoff-Verbunden

  • Intakte Glasscheiben können mithilfe eines heißen Messers oder eines heißen Drahtes von Kunststofffolien getrennt werden. Dabei wird das Glas jedoch nicht vollständig vom Kunststoff befreit.
  • Eine Trennung mittels Pyrolyse ist sehr energieintensiv. Außerdem wird dabei zwar das Glas gereinigt, der Kunststoff jedoch ist für Recycling-Prozesse verloren.
  • Chemische Verfahren sind zeit- und kostenintensiv.
  • Hammermühlen-Verfahren erzielen keine sortenreine Trennung.

Die Verbundglasscheiben sind meist aus vorhergehenden Verarbeitungsschritten zersplittert. Die sortenreine Trennung von Glas-Kunststoff-Verbunden von gesplitterten Verbundglasscheiben war bisher mechanisch nicht möglich. Durch chemische Verfahren können zwar auch gesplitterte Glas-Kunststoff-Verbunde getrennt werden; diese Verfahren zeigen jedoch die oben genannten Nachteile. Die Glassplitter von der laminierten Kunststofffolie zu trennen ist bisher nicht mit einem rein mechanischen Verfahren möglich gewesen. Die Erfindung dient zur Trennung dieses Verbundes durch ein rein mechanisches Verfahren.

Der erfindungsgemäße Aufbau besteht aus einer Fördereinrichtung, mittels derer die Verbundglasscheibe, auch im gesplitterten Zustand, in einer Durchlaufrichtung gefördert wird, und einer entgegen der Durchlaufrichtung rotierenden Gewindestange zum Abtragen der Kunststoffschicht. Dabei drückt das Gewinde auf die Kunststoffseite des Kunststoff-Glas-Verbundes und das Transportband auf die Glasseite der Probe. Durch die Steigung des Gewindes wird ein gleichzeitiges Abtragen entgegen und quer zur Durchlaufrichtung erzielt. Somit wirkt zusätzlich zur Kraft in Transportrichtung der Probe eine dazu senkrecht Kraft in der Probenebene.

Durch den beidseitigen Druck auf die durchlaufende Probe funktioniert das Verfahren insbesondere bei bereits gesprungenen bzw. gesplitterten Glasscheiben.

Besteht die Kunststoffschicht aus einer Kunststofffolie, so legt sich die abgetragene Kunststofffolie nach dem Abtragen automatisch an den oberen Fördergurt der Fördereinrichtung, und wird somit abtransportiert.

Die Fördereinrichtung kann wahlweise auch durch eine andere Relativbewegung zwischen Verbundmaterial und Gewindestange ersetzt werden, wie zum Beispiel durch eine ortsfeste Glas-Kunststoff-Verbund-Platte und eine rotierende Gewindestange, die auf der Kunststoffseite der Platte entlang bewegt wird. 

In der nachfolgenden Skizze ist die Gewindestange rot markiert. Die Glas-Kunststoff-Verbund-Platte wird in waagrechter Position zwischen den Zahnrädern vom rechten zum linken Bildrand transportiert, wobei sich die Polymerseite auf der Oberseite befindet und die Gewindestange im Gegenuhrzeigersinn rotiert.

 

In einer weiteren Skizze (siehe unten) ist ein Detail der Abtragung veranschaulicht am Beispiel eines Polymers aus Ethylenvinylacetat (EVA).

 

Invention Disclosure

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