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Das bekannteste Kennzeichen im rechtlichen Sinne ist die Marke. Traditionell wurde der Marke vorwiegend die Funktion der Herkunftsidentifizierung eines Produktes aus einem bestimmten Betrieb zuerkannt. Heute steht sie vor allem durch eine anhaltende Europäisierung des Markenrechtes im Mittelpunkt dessen, was die Experten gemeinhin als "kommerzielle Kommunikation" bezeichnen. Marken machen gleichartige Waren oder Dienstleistungen unterscheidbar. Die Marke - ist wie kein anderes Schutzrecht - in erster Linie zu einem Promotion- und Werbeinstrument geworden. Dabei sollten sich die Anstrengungen der Markeninhaber vor allem darauf richten, die Marke zu einem Gütesiegel, einem Qualitätsgaranten werden zu lassen. Je bekannter eine Marke ist, desto größer ist allerdings auch der Anreiz für Konkurrenten diese Marke zu kopieren oder sich deren erlangtes positives Image zu Nutze zu machen.

Obwohl ein rechtlicher Schutz der Marke ab einer gewissen Bekanntheit auch ohne eine Eintragung wirksam entstehen kann, ist es in jedem Fall ratsam, eine Marke eintragen zu lassen und sich die Priorität seines Rechtes damit nachweislich zu sichern.

Die Marke, ob eingetragen oder nicht, gliedert sich in ein System weiterer gewerblicher Kennzeichen ein. Parallel existieren Kennzeichenrechte an Unternehmensbezeichnungen sowie an Werktiteln, die der Bezeichnung einer Druckschrift oder eines Bild-, Ton-, bzw.  Bühnenwerkes dienen.

Heute ist es auch für reine Privatpersonen ohne einen entsprechenden Geschäftsbetrieb möglich, Marken anzumelden. Im Allgemeinen hat die Lösung der Marke von der Existenz eines Geschäftsbetriebes zur besseren Verkehrsfähigkeit und im Ergebnis zu einem gewissen "Boom" der Markenanmeldungen geführt. Hierdurch hat jedoch auch die Anzahl der Verletzungsfälle und Zeichenkollisionen zugenommen. Gerade auf dem Gebiet des Online-Rechts speziell mit Blick auf die Problematik der Domain - Namen sind sensible markenrechtliche Bereiche betroffen.

Nicht nur derjenige, der eine Marke anmelden will, sondern auch derjenige, der ein Zeichen im Internet oder im sonstigen Geschäftsverkehr gebrauchen will, sollte zuvor ein Prüfung zum Ausschluss etwaiger Kollisionen mit älteren Kennzeichenrechten durchführen. Für derartige Recherchen und deren Auswertung steht uns ein umfassendes Instrumentarium zur Verfügung.

Die Anmeldung und Eintragung einer Marke erfolgt beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA). Eintragungsfähig sind lediglich Zeichen mit einer gewissen Unterscheidungskraft. Rein beschreibende Angaben und allgemeine Bezeichnungen an denen ein so genanntes Freihaltebedürfnis des Wirtschaftsverkehrs besteht, scheiden hingegen aus. Im Verfahren vor dem DPMA kommt es bei der Frage nach der Markenfähigkeit eines Zeichens dabei in gesteigertem Maße auf die juristische Argumentationsfähigkeit des anwaltlichen Vertreters an. Gleiches gilt für ein späteres Streitverfahren im Kollisionsfall zweier Kennzeichen.

Als Instrumente für effektiven grenzüberschreitenden Schutz stehen dem Anmelder insbesondere die Unionsmarke (bisher: europäische Gemeinschaftsmarke) und das sog. IR-System zur Verfügung.